Personas erstellen 2026

Zielgruppen anschaulich machen – Kommunikation präziser steuern – bessere Entscheidungen treffen

Interessant für Geschäftsführung, Mar­ke­ting, Kom­mu­ni­kation und Vertrieb in B2B-Unternehmen, im Mittelstand, in Verbänden und Institutionen.

Personas helfen Unternehmen, Ziel­grup­pen nicht nur all­ge­mein zu be­schrei­ben, son­dern konkrete Denk­weisen, Be­dürf­nisse und Ent­schei­dungs­mus­ter besser zu verstehen.

Während eine Zielgruppenanalyse 2026 größere Gruppen, Märkte oder Seg­men­te betrachtet, gehen Per­so­nas näher an typische Personen und Rollen heran. Sie zeigen, welche Aufgaben, Motive, Fra­gen, Ein­wän­de und In­for­ma­tions­be­dürf­nisse im Ent­schei­dungs­prozess eine Rolle spielen.

Gerade im B2B ist das wichtig. Denn Kaufentscheidungen ent­ste­hen selten spontan. Oft sind meh­re­re Per­so­nen beteiligt: Ge­schäfts­füh­rung, Fach­ab­tei­lung, Marketing, Vertrieb, Einkauf oder IT. Jede Rolle bewertet ein Angebot aus einer anderen Pers­pek­tive.

Gute angelegt Personas machen diese Pers­pek­tiven verständlich. Sie helfen dabei, Kommunikation, Web­site-Inhalte, Ver­triebs­un­ter­lagen und An­ge­bote so aus­zu­richten, dass sie nicht nur sicht­bar sind, sondern besser ver­stan­den werden.


Erfolgsfaktoren zur Erstellung von Personas

Personas richtig erstellen und effektiv nutzen – für ein tieferes Kundenver­ständ­nis und zur Ent­wick­lung von Pro­dukten, Dienstleistungen oder Servi­ces! © Foto Venngage

Wer oder was sind »Personas«?

Personas sind fiktive, aber rea­li­täts­nahe Profile typischer Kun­din­nen und Kunden, Nutzer:innen oder Ent­schei­dungs­be­träger. Sie stehen nicht für ein­zelne reale Personen, sondern für wieder­keh­rende Muster innerhalb einer Ziel­gruppe.

Eine Persona beschreibt zum Bei­spiel, welche Rolle eine Person im Ent­schei­dungs­pro­zess hat, wel­che Ziele sie verfolgt, welche Fragen sie stellt und welche Bedenken sie zurückhalten können.

Der Wert einer Persona liegt des­halb nicht in 'Alter', 'Wohnort' oder einem 'erfundenen Vornamen'. Entscheidend ist, was diese Person im konkreten Zu­sam­men­hang bewegt:

  • Was möchte sie erreichen?
  • Welche Informationen braucht sie?
  • Was schafft Vertrauen?
  • Was löst Zweifel aus?

So wird aus einer abstrakten Ziel­grup­pe ein vorstellbares Gegen­über. Genau das macht Personas für Mar­ke­ting, Vertrieb, Kommunikation und Marken­stra­tegie so wertvoll.

Erstellen von Personas

Visualisierungen der Personas

Erste Entwurfs-Personas erstellen

Stellen Sie sich die typische Nutzerin oder den typischen Nutzer zunächst als reale Person vor. Ziel dabei ist es, besser zu verstehen, welche Be­dürf­nisse, Er­war­tungen und möglichen Hürden hinter einer Anfrage oder Entscheidung stehen.

In dieser ersten Phase werden Per­so­nas zunächst skizziert – auf Basis von An­nah­men, Erfahrungswissen und Beobach­tungen aus Team, Vertrieb, Beratung oder Kundenkontakt.

Das ist ein sinnvoller Einstieg, solange klar bleibt: Erste Entwurfs-Personas sind noch keine gesicherten Er­kennt­nisse. Sie dienen als Ar­beits­grund­lage und sollten später über­prüft, geschärft und mit echten Daten oder Gesprächen ergänzt werden.

Überprüfen der erstellten Personas

Nach den ersten Persona-Entwürfen sollten die Annahmen überprüft wer­den. Denn eine Persona ist nur dann hilfreich, wenn sie nicht das Wunschbild des Unternehmens beschreibt, sondern möglichst nah an der Realität der ge­wünsch­ten Zielgruppe(n) bleibt.

Dafür werden die ersten Annahmen mit echten Beobachtungen ab­ge­glichen: Durch Gespräche, Inter­views, Online-Befragungen, Rück­mel­dungen aus Vertrieb und Be­ra­tung oder durch vor­han­dene Daten aus Website, CRM und Kun­den­kon­takt.

Wichtig sind dabei vor allem Abweichungen:

  • Haben potenzielle Kundinnen und Kunden andere Bedürfnisse als angenommen?
  • Entstehen Einwände an anderer Stelle?
  • Fehlen Informationen, bevor eine Anfrage oder Entscheidung möglich wird?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, sollten Personas final ausgearbeitet oder visualisiert werden. So bleiben sie kein internes Wunschbild, son­dern werden zu einer belast­ba­ren Grundlage für Kom­mu­nikation, Mar­ke­ting und Ver­trieb.

So bekommen Sie mehr Insights und Empa­thie für Ihre Personas.

Um aus ersten Personas echte Er­kennt­nisse zu gewinnen, lohnt sich ein ge­naue­rer Blick auf Auf­ga­ben, Ziele, Er­war­tungen und mögliche Hürden. Hier können Methoden aus Design Thinking, User Research oder ein einfacher User-Profile-Canvas helfen. Dabei werden Per­so­nas – neben be­schrei­ben­den Ele­men­ten – aus wei­teren unter­schied­li­chen Pers­pek­tiven betrachtet.

Die wichtigsten Fragen aus dem USER-PROFILE-CANVAS

Where the product helps
 Welche Aufgabenerfüllung wird mit dem Produkt unter­stützt?
Welches sind die Ziele?
 Warum macht das Sinn?
Gains
 Inwiefern machen die aktu­ellen Produkte die Nutzer:innen glück­lich?
Pains
 Was verursacht mit den ak­tuellen Produkten ein schlechtes Gefühl bei Nutzer:innen?
Welche Sorgen hat der Kunde oder die Kundin?
Use Cases
 Wie und wo wird das Produkt durch wen genutzt?
 Was passiert vor und nach der Nutzung?
 Wo informiert sich die Kundschaft?
 Wie gestaltet sich der Kaufpro­zess?
 Wer beeinflusst die Entschei­dung?

Wie ermittele ich valide belastbare Personas? ©AdobeStock

Prozessstruktur einer Persona-Entwicklung

Schritt für Schritt zu validen und belastbaren Personas

Ein möglicher Ablauf:

  • Kick-off-Workshop zur Ziel­set­zung und inhalt­li­chen Aus­rich­tung des Projekts, Ange­bots oder der Ge­schäfts­idee
  • Durchführung einer quan­ti­ta­ti­ven Daten­er­he­bung, zum Beispiel durch Onsite- bzw. On­line-Be­fra­gungen oder struk­tu­rierte Frage­bögen
  • Datenanalyse und Cluster­ana­lyse, um typische Muster, Be­dürf­nisse und Ent­scheidungs­muster sicht­bar zu machen
  • Ausarbeitung erster belast­barer Personas auf Basis der ge­won­nenen Erkenntnisse
  • Anreicherung der Personas durch qualitative Daten­er­hebung, zum Beispiel durch Tiefeninterviews oder per­sön­liche Gespräche
  • Optimierung und Visua­li­sierung der Personas, etwa durch Persona-Steck­briefe, Sedcards, Collagen, Illus­tra­tio­nen oder lebens­große Dar­stel­lungen
  • Verankerung der Personas im Unternehmen, damit sie in Stra­te­gie, Kom­mu­ni­kation, Ver­trieb und Pro­dukt­ent­wick­lung tat­säch­lich genutzt werden

Damit bleiben Personas nicht abstrakt. Sie werden sicht­bar, an­schau­lich und im Ar­beits­alltag präsent – als ge­mein­same Grund­lage für bes­sere Ent­schei­dungen.

TIPP

Standard-Personas als »Erste Hilfe« nutzen

Nicht jeder hat die Zeit oder die finan­ziel­len Mittel seine eigenen, validen Personas zu erstellen und kann auch nicht überprüfen, ob seine Entwurfs-Personas die »echte Realität« der Nutzerinnen und Nutzer wider­spie­geln… In diesem Fall kann man auf Stan­dard-Per­so­nas und vorge­fertigte Templates mit Kurzbe­schrei­bungen zurückgreifen.

Aber Vorsicht: Ähnliche Kern­ele­mente bedeuten nicht auto­matisch, dass Menschen ähnlich denken, handeln oder ent­scheiden. Zwei Personen können auf dem Papier fast identisch wirken – und in der Realität kaum unterschiedlicher sein.

KING CHARLES III, früher Prince Charles – geboren 1948
Zweimal verheiratet, hat Kinder, erfolg­reich, wohl­habend, macht Ferien in den Alpen und mag Hunde

OZZY OSBOURNE, britische Rocklegende – geboren 1948
Zweimal verheiratet, hatte Kinder, erfolg­reich, wohl­habend, machte Ferien in den Alpen und mochte Hunde

Standard-Personas sind deshalb nur »Erste Hilfe«: Gut zum Sortieren, Ver­glei­chen und Weiter­denken.

Erste Hilfe: Standard-Personas! © AdobeStock

Key Learnings zum Erstellen von Personas

 Verwenden Sie realitätsnahe, ano­ny­mi­sierte Personen­profile

 Beschreiben Sie Alter, Rolle, Lebens­si­tuation, Aufgaben, etc. so konkret wie nötig

 Ergänzen Sie Ihre Angaben mit demo­gra­fi­schen Daten, Markt­daten, Be­fra­gungen oder eigenen Nut­zer:innen­er­fah­rungen

  Visualisieren Sie, wenn es dem Verständnis hilft, die Personas durch Steckbriefe, Sedcards, Collagen, Zeich­nun­gen oder lebens­große Dar­stel­lungen …

  … verwenden Sie Bilder aus Zeit­schriften, ergänzen Sie Acces­soires wie Uhr, Schmuck, Auto u. v. m.

  Bestimmen und beschreiben Sie die Anwendungsfälle, in denen die Nut­zer:innen Ihr Produkt oder Ihre Dienst­leis­tung in Anspruch neh­men sollen

  Stellen Sie die Persona in Kontext mit Aufgabe, Team, Ent­schei­dungs­si­tua­tion und An­wen­dung

  Listen Sie Sorgen (PAINS) und Vorteile (GAINS) der dargestellten Per­so­nas auf

  Erfassen Sie die Kundenauf­ga­ben (Where the product helps), die das Produkt oder die Dienst­leis­tung unter­stützen

  Entwickeln Sie, wenn möglich, einen einfachen Prototyp, um he­raus­zu­fin­den, was für Ihre Ziel­grup­pe tat­säch­lich kritisch ist

  Nutzen Sie für die weitere Aus­ar­bei­tung Werk­zeuge wie einen User Canvas, ein Nut­zer:innen­profil oder andere Methoden aus Design Thinking und User Research

 

Zu guter Letzt:
Werden Sie zum Profiler!

Personas zeigen, was in klassischen Zielgruppenbeschreibungen oft un­kon­kret bleibt: wie Menschen in be­stimmten Situ­a­tionen denken, ver­gleichen, zweifeln und ent­schei­den.

Da die Entwicklung von Personas eng mit Design Thinking, User Research und strategischer Kom­mu­ni­kations­arbeit ver­bun­den ist, haben wir die möglichen Me­ho­den hier nur an­ge­rissen. Je nach Ziel­set­zung können Inter­views, Be­fra­gungen, Canvas-Mo­delle, Pro­tot­ypen, Sed­cards oder Vi­su­a­li­sie­rungen sinn­voll sein.

Für Markenstrategie, Marketing, Ver­trieb, Produktentwicklung und Con­tent-Planung sind Personas eine wichtige Grund­lage. Sie helfen, Kom­mu­ni­kation näher an den tat­säch­lichen Fragen und Ent­schei­dungs­mustern der Kun­dinnen und Kun­den aus­zurichten.

Der Aufwand für gute Personas ist zugegebenermaßen nicht zu un­ter­schätzen. Aber er lohnt sich, weil Entscheidungen da­durch klarer werden: Inhalte werden prä­ziser, Vertriebs­ar­gu­mente nach­voll­zieh­barer und An­ge­bote besser ver­ständ­lich. Unsere erfolgreiche B2B-Kommunikation beginnt genau dort – bei einem bes­se­ren Ver­ständ­nis der Menschen, die erreicht, über­zeugt und be­glei­tet werden sollen.

Für Ihr Unternehmen

Gute Personas bringen Ordnung in vorhandenes Un­ter­neh­mens­wissen: in Vertriebs­gespräche, Kunden­projekte, Beratungs­si­tu­ationen, An­fragen und interne Dis­kus­sionen.

Sie machen sichtbar, warum bestimmte Botschaften funk­tio­nie­ren, weshalb Ange­bote nicht immer ver­stan­den werden und welche Infor­ma­tionen vor einer Ent­schei­dung fehlen.

In Verbindung mit einer fundierten Zielgruppenanalyse entsteht daraus eine klare Arbeitsgrundlage für Kom­mu­ni­kation, Mar­ke­ting, Vertrieb und Produkt­ent­wick­lung – mit weniger Bauch­gefühl und mehr gemeinsamer Orien­tierung.

Persona-Entwicklung für Unternehmen anfragen

Personas entwickeln?

Sie möchten herausfinden, welche Personas für Ihr Unternehmen, Ihr Angebot oder ein konkretes Projekt relevant sind?

Wir unterstützen Sie bei der Ent­wick­lung, Über­prü­fung und Visua­li­sie­rung Ihrer Per­sonas – kompakt im Work­shop oder als Teil einer strate­gischen Ziel­gruppen- und Kom­mu­nika­tions­analyse.

Schreiben Sie uns: personas@smd.com.de

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Strategisches für mein Unternehmen:

Personas entwickeln – für klarere Kommunikation und bessere Ent­schei­dungen

Eine Persona-Entwicklung für mein Unternehmen passt zeitlich am besten im
Datenverarbeitung*

SMD. THE CREATiVE HOUSE.

Unsere Schwerpunkte sind Marken­stra­tegie & Posi­tio­nie­rung, B2B-Kom­mu­ni­ka­tion für Mar­ke­ting, Ver­trieb und Sicht­bar­keit sowie Marke, Kom­mu­ni­ka­tion & KI für Unter­neh­men. Wir entwickeln Marken- und Kom­mu­ni­kations­struk­turen, die Un­ter­neh­men kla­rer po­sit­io­nieren, ver­ständ­licher machen und im Markt wie­der­er­kenn­bar halten. Persona-Ent­wick­lung ist dabei ein wich­tiger Bau­stein, um Ziel­grup­pen, Ent­schei­dungs­wege und Kom­mu­ni­kations­be­dürf­niss­e bes­ser zu ver­stehen.

Geteilte Freude ist die schönste Freude