Künstliche Intelligenz im Marketing

von KI-Experte & Fachautor
Volker Schrader
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Volker Schrader
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Erfolgsfaktoren für Content mit Markencharakter

Relevant für Geschäftsführung, Mar­ke­ting, Kom­mu­ni­kation und Ver­trieb in mittel­stän­di­schen B2B-Un­ter­neh­men, Ver­bän­den und In­sti­tu­tio­nen, die KI für Content nutzen möchten, ohne Mar­ken­cha­rakter und Wieder­er­kenn­bar­keit zu ver­lieren.

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

Ihre Marke ist über Jahre ge­wach­sen, nicht über Nacht. Sie persönlich haben eigene Werte, eigene Pro­duk­te, eigene Er­fah­run­gen und einen Blick auf das Un­ter­neh­men, der sich viel­leicht mit So gibt es uns kein zweites Mal be­schreiben lässt.

Und dann übernimmt eine KI nach und nach Auf­ga­ben im Content-Mar­ke­ting. Erst einen Social-Media-Text, dann einen Flyer, später Web­seiten­texte, Kunden­an­sprache, viel­leicht irgend­wann die ganze Content-Pla­nung.

Das kann funktionieren. Aber es kann auch dazu führen, dass eine Marke plötzlich an Kontur verliert. Texte werden zwar schneller erstellt, aber nicht unbedingt besser. Sie klingen »richtig«, aber auch aus­tausch­bar. Profes­sio­nell, aber mit wenig »Per­so­nality«. Sichtbar viel­leicht – aber nicht zwin­gend klar wieder­erkenn­bar.

An dieser Stelle sei gesagt, weil es zu oft über­sehen wird: Don't blame AI. Sie ist strukturiert, text­fest, schnell, viel­seitig ein­setz­bar, in vielen Be­rei­chen schon gut »ge­füt­tert« und richtig stark.

Nur weiß sie nicht, was Sie über Ihr Un­ter­neh­men, Ihren Markt, Ihre Kun­dinnen und Kunden oder Ihre Po­si­tionierung als Insider wissen. Und sie kann auch nicht ahnen, was Ihre Marke wirk­lich aus­macht. Deshalb braucht Künst­liche Intel­li­genz im Mar­keting nicht nur aus­ge­zeich­nete Prompts. Sie braucht ein klares Marken­bild, verläss­liche Inhalte, definierte Rollen und zwar so, dass es im Arbeits­alltag auch realisierbar ist.

Hierauf kommt es an, wenn Un­ter­neh­men KI für ihr Content-Mar­ke­ting ein­setzen wol­len, ohne dabei das zu ver­lieren, was ihre Marke und Po­sitio­nie­rung unver­wech­selbar macht:

6 Regeln für marken­konsistenten KI-Content

Wenn Unternehmen KI im Mar­ke­ting ein­set­zen, ent­scheidet nicht allein das Tool über die Qualit­ät der Ergeb­nisse. Ent­schei­dend ist die Grund­lage, mit der ge­ar­beitet wird: ein ge­mein­sa­mes Mar­ken­bild, ge­prüf­te In­halte, klare Rol­len und kon­krete Bei­spiele für Spra­che, Tona­li­tät und Fakten.

6 Regeln für markenkonsistenten KI-Content

Regel 1
Erst Alignment, dann KI-Content
Bevor KI im Content-Marketing ein­ge­setzt wird, braucht es ein ge­mein­sa­mes Ver­ständ­nis der Marke. In einem Align­ment-Meeting wird ab­ge­gli­chen, wie Ge­schäfts­füh­rung, Mar­ke­ting, Kom­mu­ni­ka­tion, Ver­trieb und HR die Mar­ke sehen – und ob alle vom glei­chen Mar­ken­bild aus­gehen. Gerade hier zeigt sich oft Über­ras­chen­des: Unter­schied­liche Ab­tei­lungen be­schrei­ben die­selbe Mar­ke un­ter­schied­lich. Erst wenn dieses Bild geklärt ist, entsteht ein trag­fä­hi­ges Fun­da­ment für KI-ge­stützte Inhalte. Sonst ar­bei­tet jede Ab­tei­lung mit ihrer eige­nen Ver­sion der Marke.

Regel 2
Ein Marken-Datenset als ge­mein­same Grund­lage
Aus dem Alignment entsteht ein skalier­ba­res Marken-Datenset. Es enthält Po­si­tio­nie­rung, Mar­ken­cha­rak­ter, Kern­bot­schaf­ten, ge­prüfte Leis­tungs­be­schrei­bun­gen, re­le­vante Zahlen, Angebots­lo­giken und For­mu­lie­run­gen, die zur Mar­ke passen. Dieses Daten­set ist die zen­trale Quel­le für alle wei­teren In­halte. Die KI be­kommt da­raus ihre Grund­lage. Sie soll nicht selbst er­fin­den, wofür ein Un­ter­neh­men steht, sondern mit ge­prüf­ten In­for­ma­tio­nen ar­beiten.

Regel 3
Markenhüter:in benennen
KI-Content braucht Menschen, die ihn einordnen und frei­ge­ben kön­nen. Des­halb sollte klar benannt werden, wer die Rolle der Marken­hü­terin oder des Mar­ken­hü­ters über­nimmt. Diese Per­so­nen prüfen zwei Dinge gleich­zeitig: Klingt der Content nach unserer Marke? Und liegt die Aufgabe inner­halb dessen, was die ein­ge­setzte KI zu­ver­lässig leis­ten kann? Die Sorgfalt hängt von der Text­art ab. Ein in­ter­ner News­letter ver­zeiht mehr als eine Stellen­an­zeige, eine Pres­se­in­for­ma­tion oder ein An­ge­bot an Kun­dinnen und Kunden.

Regel 4
Kanal-Ordner mit echten Text­bei­spielen anlegen
Ein allgemeiner Style­guide reicht für KI-gestützte Inhalte meistens nicht aus. Besser sind Kanal-Ordner mit konkreten Bei­spielen: für Web­site, Vertrieb, HR, Social Media, News­letter, White­paper oder Prä­sen­ta­tionen. Denn For­mu­lie­rungen wie »locker, aber seriös« be­deu­ten für zehn Men­schen zehn ver­schie­dene Dinge – und für eine KI oft nichts Kon­kre­tes. Zwei oder drei echte Text­bei­spiele pro Kanal zeigen sehr viel ge­nauer, wie ein Un­ter­neh­men klingen möchte. Mit der Zeit werden diese Ordner wert­voller, weil gute KI-Ergeb­nisse, frei­ge­ge­bene Texte und be­währte For­mu­lie­rungen er­gänzt werden können.

Regel 5
Tonalitäts-Parameter pro Kanal festlegen
Zusätzlich zu den Textbeispielen braucht jeder Kanal klare Tonalitäts-Parameter. Dazu gehören Satz­länge, Anrede, ty­pi­sche Begriffe, No-Gos, erlaubte Zu­spit­zung, Fach­lich­keit, Nähe, Verständ­lich­keit und ge­wünschte Wir­kung. Diese Pa­ra­meter sollten nicht ab­strakt for­mu­liert werden, sondern aus echten Text­bei­spielen ab­ge­leitet sein. Die Mar­ken­hüter:innen prüfen regel­mä­ßig, ob die Vor­gaben noch zur Mar­ke, zum Kanal und zur Ziel­gruppe passen.

Regel 6
Fakten kommen aus dem Daten­set, nicht aus der KI
Eine KI darf Formulierungen vari­ieren, Texte strukturieren und Varianten ent­wickeln. Was sie nicht darf: Zahlen, Preise, Po­si­tio­nie­rungs­aus­sagen, Leis­tungs­ver­sprechen, Gehalts­span­nen oder An­ge­bots­de­tails selbst erfinden oder verändern. Solche In­for­ma­tio­nen müs­sen aus dem ge­prüf­ten Marken-Daten­set kommen. Die KI bekommt Fak­ten als Input, nicht als Auf­gabe. Nur so bleibt KI-Content nicht nur sprach­lich stim­mig, sondern auch fachlich be­last­bar.

Häufige Fehler beim Ein­satz von KI im Marketing

Wenn KI im Marketing nicht den ge­wünsch­ten Erfolg erzielt, liegt es selten allein an der KI. Häufig fehlen ge­mein­same Stan­dards, klare Rol­len, eingeübte Workflows und eine saubere Aus­wer­tung der Er­geb­nisse.

Die folgenden Fehler begegnen uns besonders häufig, wenn Un­ter­neh­men KI für Content, Kommunikation und Marketing einsetzen.

Häufige Fehler beim Einsatz von KI im Marketing

Fehler 1
Experimentieren ohne Auswertung
Viele Unternehmen starten mit KI, in­dem Mitar­bei­tende Tools aus­pro­bieren, Prompts testen und erste Texte er­stel­len. Das ist sinn­voll, bleibt aber meistens ohne nen­nens­werte Wir­kung, wenn die Er­geb­nisse nicht aus­ge­wertet und do­ku­men­tiert werden. Warum? Ohne Aus­wer­tung bleibt jeder Versuch ein Einzel­erleb­nis. Niemand weiß, wel­che Prompts funk­tio­niert haben, welche In­hal­te frei­ge­geben wurden, welche Feh­ler auf­ge­treten sind oder was andere Teams daraus lernen können.

Fehler 2
Zu viele oder zu komplexe KI-Tools auf einmal
Ein häufiger Fehler ist, zu viele KI-Tools gleichzeitig einzuführen. Man­che An­wen­dun­gen brauchen mehrere Schritte, technische Vo­raus­set­zungen oder ein gutes Ver­ständ­nis für Daten, Rollen und Frei­gaben. Für ungeschulte Mit­ar­bei­tende ent­steht daraus schnell Über­for­de­rung und das schlägt um in Frust, Un­sicher­heit und einem schnel­len Ende der Nut­zung. Wenn zu­sätz­lich mehrere Tools und Pro­zes­se parallel laufen, weiß zu­dem irgend­wann nie­mand mehr genau, wel­ches Sys­tem wofür gedacht ist.

Fehler 3
Neue Workflows werden nicht eingeübt
KI verändert ja nicht nur Texte, Bilder, Grafiken etc., sondern ganze Ar­beits­ab­läufe. Genau das ist für viele Teams die eigentliche Hürde. Wer KI im Marketing sinnvoll ein­set­zen will braucht einen klar ein­ge­übten Work­flow. Dazu gehört: Wer liefert die In­for­ma­tionen? Wer for­mu­liert den Prompt? Wer prüft Fakten, Tona­lität und Mar­ken­wir­kung? Wer gibt Inhalte frei? Ein neuer KI-Work­flow muss ge­mein­sam trainiert werden – und er muss zu den Men­schen passen, die ihn im All­tag tatsächlich nutzen.

Fehler 4
Die Funktion »Markenhüter:in« wird zur Nebenaufgabe
KI-Content braucht Menschen, die beurteilen können, ob ein Text zur Marke passt. Diese Rolle darf nicht nebenbei vergeben werden, nur weil »gerade jemand Zeit hat«. Mar­ken­hü­ter:innen prüfen, ob Inhalte fach­lich richtig, sprachlich passend und mar­ken­kon­sis­tent sind. Wer diese Auf­gabe als lästige Zusatz­pflicht em­pfin­det, wird sie selten mit der not­wen­digen Sorg­falt aus­füllen. Ge­braucht werden Per­so­nen, die Verant­wor­tung für Qua­l­ität, To­na­li­tät und Wie­der­er­kenn­bar­keit über­neh­men wollen.

Fehler 5
Kein Alignment, keine ge­mein­same Basis
Ohne gemeinsames Markenbild ent­ste­hen schnell unterschiedliche Ver­sio­nen derselben Marke. Mar­ke­ting, Vertrieb, Kom­mu­ni­kation, HR und Ge­schäfts­füh­rung arbeiten dann mit eigenen An­nah­men, eigenen Be­griffen und eigenen Tona­li­täten. Wenn es kein Align­ment-Meeting, kein Marken-Da­ten­set und keine ge­prüf­ten Bei­spiele gibt, im­pro­vi­siert jede Ab­tei­lung aus dem Bauch heraus. Dieses Bauch­ge­fühl unter­schei­det sich von Mensch zu Mensch und für KI-ge­stütz­te Inhalte ist das zu wenig belastbar.

Fehler 6
Jede Abteilung arbeitet für sich
Ein weiteres Risiko entsteht, wenn Abteilungen KI unabhängig von­ein­an­der nutzen. Marketing, Vertrieb und HR arbeiten dann mit un­ter­schied­li­chen Tools, un­ter­schied­li­chen Prompts und un­ter­schied­li­chen Tona­li­tä­ten – ohne ge­mein­sa­men Kanal-Ordner und ohne ver­bind­liche Mar­ken­basis. Nach außen kann das Un­ter­neh­men da­durch wirken wie ver­schie­dene Ab­sender, die zu­fäl­lig das­selbe Logo ver­wenden. Kundinnen und Kunden, Bewerber:innen und Ge­schäfts­part­ner:innen erleben keine klare Mar­ken­stimme, sondern wech­selnde Sprach­welten. Genau hier verliert KI an Wirkung.

Praktische Methoden für KI-Content im Arbeitsalltag

KI-Content wird besser, wenn die KI nicht nur allgemeine Tonalitäts­vor­gaben bekommt, sondern konkrete Orien­tie­rung: Beispiele, klare Gren­zen und einen Wort­schatz, der wirk­lich zur Marke passt.

Praktische Methoden für KI-Content im Arbeitsalltag

Der Anti-Beispiel-Ordner
Viele Unternehmen sammeln Bei­spiele dafür, wie sie klingen möch­ten. Min­des­tens genauso hilfreich ist ein Ordner mit Texten, die zeigen, wie sie nicht klingen wollen. Dazu gehören generische Wett­be­werbs­texte, frühe eigene Fehl­ver­suche, austauschbare LinkedIn-Beiträge oder For­mu­lie­run­gen, die zwar schön sind, aber nicht zur Marke passen.
Eine KI, die weiß, was sie vermeiden soll, trifft den eigenen Ton oft prä­ziser. Denn Begriffe wie »profes­sio­nell«, »freund­lich« oder »nah­bar« be­schrei­ben sehr viele mögliche Texte. Ein gutes Anti-Bei­spiel zeigt da­ge­gen eine klare Grenze: So nicht.

Die Persona-Prompt-Technik
Statt der KI nur eine abstrakte Tona­li­tät vorzugeben, hilft eine konkrete Schreib­pers­pektive.
Also nicht nur: »Schreiben Sie pro­fes­sio­nell, aber nah­bar.« Sondern bei­spiels­weise: »Schreiben Sie aus der Pers­pek­tive von Anna, seit zwölf Jahren im Vertrieb, kennt viele Kun­dinnen und Kunden persönlich, erklärt verständlich und vermeidet trendige Schlag­worte.« Sol­che Per­so­na-Prompts machen Texte le­ben­diger, weil sie Hal­tung, Er­fah­rung und Sprach­gefühl ver­bin­den. Die KI bekommt dadurch nicht nur Ad­jek­tive, sondern eine Rolle, aus der he­raus sie for­mu­lieren kann.
Wichtig ist: Diese Persona sollte nicht frei erfunden sein. Sie sollte aus der Marke, dem Team, der Kundschaft und dem tat­säch­li­chen Kom­mu­ni­ka­tions­stil des Un­ter­neh­mens abgeleitet werden.

Der Wortschatz-Fingerabdruck
Ein guter Markenstil entsteht nicht nur durch Regeln, sondern durch wieder­er­kenn­bare Wörter, For­mu­lie­run­gen und Satzmuster.
Nehmen Sie drei bis fünf Texte, die in­tern oder bei Kun­din­nen und Kunden be­son­ders gut funk­tio­niert haben. Las­sen Sie daraus heraus­ar­beiten, welche Be­griffe, For­mu­lie­rungen und sprach­lichen Muster auf­fäl­lig häufig vor­kom­men – und welche davon in Ihrer Bran­che nicht ohne­hin über­all ver­wend­et werden.
Diese Liste wird zum Wort­schatz-Finger­ab­druck der Marke. Sie ist oft wert­voller als ein all­ge­meiner Style­guide, weil sie zeigt, wie das Un­ter­nehmen tat­säch­lich spricht, erklärt und überzeugt.

Selbstcheck: Klingt Ihr Content nach Ihrer Marke?

KI-Content kann korrekt, verständlich und gut strukturiert sein – und trotz­dem be­lie­big und aus­tausch­bar klingen. Daher lohnt sich ein kurzer Selbst­check, bevor Texte ver­öf­fent­licht, weiter­ver­wen­det oder als Vor­lage ge­spei­chert werden.

Die folgenden Tests helfen zu prü­fen, ob ein Text noch nach Ihrem Un­ter­neh­men klingt oder bereits zu generisch ge­wor­den ist.

Selbstcheck: Klingt Ihr Content noch nach Ihrer Marke?

Blindtest zur Markenerkennbarkeit
⌾ Nehmen Sie fünf beliebige Sätze aus einem aktuellen Text und ent­fer­nen Sie Logo, Un­ter­neh­mens­namen und Kon­text.
⌾ Die zentrale Frage lautet: Würde jemand von außen er­ken­nen, dass dieser Text von Ihrem Un­ter­neh­men stammt? Oder könnte er ge­nau­so gut von einem Wett­be­werber kommen?
⌾ Wenn der Text ohne Absender nicht mehr zu­orden­bar ist, fehlt ihm wahr­schein­lich individuelle Mar­ken­sprache.

Wettbewerbs-Austauschtest
⌾ Ersetzen Sie den Namen Ihres Un­ter­neh­mens ge­dank­lich durch den Namen eines Wett­be­wer­bers.
⌾ Passt der Text danach immer noch, ist er nicht mar­ken­spe­zifisch genug. Ein guter Marken-Text enthält Aus­sa­gen, For­mu­lie­rungen oder Pers­pek­tiven, die nicht beliebig auf andere Un­ter­nehmen über­trag­bar sind.
⌾ Dieser Test zeigt besonders schnell, ob ein KI-generierter Text nur korrekt formuliert wurde – oder wirklich zur Marke passt.

Faktendichte-Test
⌾ Ein markenstarker Text enthält min­des­tens eine Aus­sage, Zahl, Er­fah­rung oder For­mu­lie­rung, die nur Ihr Un­ter­nehmen so treffen kann.
⌾ Das können geprüfte Kenn­zahlen, konkrete Leis­tungen, besondere Er­fah­rungen, interne Begriffe, ty­pische Kunden­fragen oder spezifische Po­si­tio­nie­rungs­aus­sagen sein.
⌾ Fehlen solche Elemente, bleibt der Text oft zu all­ge­mein. Dann klingt er viel­leicht pro­fes­sio­nell, aber nicht ein­deu­tig nach Ihrem Un­ter­nehmen.

Tonalitäts-Hörtest
⌾ Lesen Sie den Text laut vor.
⌾ Klingt er nach einem Menschen aus Ihrem Unternehmen? Oder eher nach einer neu­tralen, aus­tausch­ba­ren Fach­stimme?
⌾ Gerade beim Vorlesen zeigt sich schnell, ob Satzlänge, Rhythmus, Wort­wahl und Haltung zur Marke passen. Was schrift­lich ordentlich wirkt, kann ge­sprochen plötzlich dis­tan­ziert, glatt oder künst­lich klingen.

Abteilungsübergreifender Konsistenztest
⌾ Legen Sie zwei KI-generierte Texte aus unterschiedlichen Abteilungen neben­ein­an­der, zum Beispiel aus Mar­keting, Vertrieb, HR oder Kunden­service.
⌾ Wirken beide Texte wie Kom­mu­ni­ka­tion derselben Marke? Oder entstehen un­ter­schied­liche Sprach­welten, die nach außen nicht zu­sam­men­passen?
⌾ Dieser Test ist besonders wichtig, wenn mehrere Teams mit KI arbeiten. Ohne ge­mein­same Grund­lage wird aus Ge­schwin­dig­keit schnell Un­ein­heit­lichkeit.

Wiedererkennungstest im Team
⌾ Geben Sie einen Text Kolleginnen und Kollegen aus einer anderen Abteilung – ohne Absender, Kontext oder Hinweis auf den Ursprung.
⌾ Erkennen sie den Text als »typisch für uns«, ist die Marken­identität sprachlich noch spürbar. Wenn nicht, braucht der Text mehr marken­ty­pische Subs­tanz: kon­krete Begriffe, kla­rere Hal­tung, spe­zi­fi­schere Aus­sagen oder bes­sere Bei­spiele.

Wann sich ein System lohnt
⌾ Wenn mehr als ein Test ein un­stim­miges Ergeb­nis liefert, ist das kein Grund zur Sorge. Es ist ein Hin­weis da­rauf, dass Ihr KI-Content mehr Struktur braucht.
⌾ Es lohnt sich ein ge­mein­sames Mar­ken­bild, ein gepflegtes Marken-Daten­set, klare Tona­litäts-Para­meter und eine Person oder ein Team, das Qua­lität und Wie­der­er­kenn­bar­keit im Blick behält.

Team aus Marketing und Kommunikation entwickelt in einem Alignment-Meeting ein gemeinsames Markenbild mit Positionierung, Werten, Zielgruppen, Botschaften und Tonalität.

Zu guter Letzt:

Aus der Praxis: KI im Marketing richtig einsetzen

Wenn KI im Marketing an Wirk­sam­keit verliert, liegt es selten am ge­nutz­ten Tool selbst. Die Ur­sachen liegen meist an anderer Stelle: Ein ge­mein­sames Marken­bild fehlt, die Rolle der Mar­ken­hüter:innen ist nicht klar besetzt, Teams arbeiten mit zu vielen An­wen­dungen gleichzeitig oder neue KI-Work­flows werden im Arbeits­alltag nicht ge­mein­sam eingeübt.

Die aufgeführten »Regeln« stam­men aus unserer täg­li­chen Arbeit mit Un­ter­neh­men, die KI in Mar­ke­ting, Kom­mu­ni­ka­tion und Content einsetzen. Dabei sehen wir, wo Pro­zes­se un­nö­tig kom­pli­ziert werden, In­halte aus­tausch­bar klingen oder die Un­ter­neh­mens- und Marken­stimme an Klar­heit verliert. Meist zeigt sich schnell, welche Grund­lagen fehlen, damit KI im Mar­ke­ting wirklich erfolgreich werden kann.

Wie SMD Sie unterstützt

Falls Sie diesen Weg nicht allein gehen möchten, begleitet Sie SMD. THE CREATiVE HOUSE bei der stra­te­gischen und prak­ti­schen Ein­füh­rung von KI im Marketing und in der Marken­kom­mu­ni­kation.

Vom ersten Alignment-Meeting über klare Rollen, Tonalitäts-Para­meter und Freigabe­pro­zesse bis hin zum ge­prüf­ten Marken-Daten­set, das Mar­ke­ting, Ver­trieb und Kom­mu­ni­ka­tion / PR im beruf­li­chen Allt­ag tat­säch­lich nutzen können.

Lassen Sie uns sprechen

Sie möchten KI im Marketing wirksam einsetzen und gleichzeitig die Wieder­er­kenn­bar­keit Ihrer Mar­ke sichern?
Dann sprechen wir darüber, wo Ihr Un­ter­neh­men heute steht, an welcher Stelle es noch hakt und welche nächs­ten Schritte wirklich sinn­voll sind.

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Nutzung von KI im Marketing

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Unsere Schwerpunkte sind Marken­stra­tegie & Posi­tio­nie­rung, B2B-Kom­mu­ni­ka­tion für Mar­ke­ting, Ver­trieb und Sicht­bar­keit sowie Marke, Kom­mu­ni­ka­tion & KI für Unter­neh­men. Wir entwickeln Marken- und Kom­mu­ni­kations­struk­turen, die Un­ter­neh­men kla­rer po­sit­io­nieren, ver­ständ­licher machen und im Markt wie­der­er­kenn­bar halten. Der strate­gische Ein­satz von KI im Mar­ke­ting ist dabei ein wichtiger Bau­stein, um Ab­läufe zu ver­bes­sern, Inhalte marken­kon­form zu ent­wickeln und die Wieder­erkenn­bar­keit der Mar­ke zu sichern.

Geteilte Freude ist die schönste Freude